Pressemitteilung Belastung von Studierenden

Pressemitteilung Belastung von Studierenden

Köln, 4. Februar 2021: Die Beratungsstellen der Studierendenwerke in NRW stellen zunehmende
Belastungen und Krisen bei Studierenden seit Beginn der Corona-Pandemie fest.

„Je länger die Krise anhält und die Studierenden durch die Kontaktbeschränkungen eine
starke soziale Reduzierung erfahren, desto schwieriger und komplexer werden die
individuellen Krisen,“ sagt Diplom-Psychologin Annika Demming. Sie ist psychologische
Beraterin des Kölner Studierendenwerks und Koordinatorin des Netzwerkes Beratung der
Studierendenwerke in NRW.

Ausnahmesituation Corona-Pandemie
Besonders dramatisch leiden Studierende unter der seit Monaten anhaltenden
Ausnahmesituation, wenn es schon vor der Pandemie finanzielle, soziale oder psychische
Beeinträchtigungen gab. In den Beratungsstellen haben die multiplen Problemlagen
zugenommen. Ausländische Studierende sind in den Beratungsstellen eine besondere
Personengruppe, denen häufig ein unterstützendes Umfeld fehlt und die anhaltenden
Kontaktbeschränkungen auch den Aufbau desselben verhindert.

Seelische Belastungen nehmen zu
Die Berater*innen sind sich einig, dass seelische Belastungen durch die aktuellen Umstände
zugespitzt werden. Die soziale Entlastung fehlt und die Isolation vieler Studierender nimmt
immer mehr zu. Seelisch belastete Studierende haben es deutlich schwerer – besonders, wenn
Probleme in der Selbststeuerung und Strukturierung bestehen.

Corona-Hilfen für Studierende ausreichend?
Die Berater*innen haben auch den Eindruck, dass die Studierenden sich beim Thema
Finanzen teilweise immer noch allein gelassen fühlen. BAföG und Überbrückungshilfe
reichen bei weitem nicht aus, um bei allen Studierenden die finanziellen Löcher zu stopfen.
Aus Sicht des Sprechers der Arbeitsgemeinschaft Studierendenwerke NRW, Jörg J. Schmitz,
sollte die Politik mehr Unterstützung leisten: „Die Auswirkungen der Corona-Pandemie hat
für die Studierenden viele Dimensionen: finanzielle, soziale, berufliche. Es könnte sein, dass
nicht wenige Studierende ihr Studium abbrechen müssen und wiederum andere erst gar nicht
gewillt sind, ein Studium „aufgrund von Corona“ zu beginnen.“

Pressemitteilung

Referat für Öffentlichkeitsarbeit
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